Sansevieria

Der Bogenhanf ist eine der beliebtesten Zimmerpflanzen

Die Sansevieria, auch Bogenhanf oder sogar Schwiegermutterzunge genannt, wird bereits seit Jahrhunderten vom Menschen kultiviert. Neben einigen nützlichen Eigenschaften erfreute man sich immer schon an den pflegeleichten und robusten, sowie gleichzeitig dekorativen Eigenschaften dieser Sukkulente. Mit den glänzenden, dickfleischigen Blättern wirkt der Bogenhanf exotisch und mächtig. In wärmeren Gebieten war er stets eine beliebte Gartenpflanze, während er in unserem gemäßigtem Klima vor allem als Zimmerpflanze zur Anwendung kommt.

Durch ihre genügsamen Anforderungen und hohe Robustheit ist die Sansevieria heute ein beliebter Gefährte in Wohnungen oder öffentlichen Räumlichkeiten wie Büros oder Wartezimmern. Zusätzlich hat der Bogenhanf positive Eigenschaften zu bieten, denn über seine Blätter filtert er die Atemluft und gibt sogar in der Nacht Sauerstoff ab.

Der Bogenhanf gehört zu den Spargelgewächsen und dort in die Unterfamilie der Nolinoideae. Mit seinem Rhizom und seinen sukkulenten Blättern ist er perfekt an das subtropische Wüstenklima in seinen Heimatgebieten angepasst. Da versteht es sich von selbst, dass er auch in unseren Wohnräumen mit wenig Wasser und Nährstoffen auskommt. Die meisten Pflegefehler entstehen dadurch, dass es gerade Anfänger zu gut mit der Pflanze meinen und sie mit zu viel Wasser oder Dünger versorgen. Auf lange Sicht gesehen ist der Bogenhanf aber eine beinahe unzerstörbare Zimmerpflanze, an der man viele Jahre Freude hat.

Das exotische Aussehen der Sansevieria

Die Sansevieria ist eine Sukkulente. Das bedeutet, dass sie in ihren Blättern Wasser für extreme Klimabedingungen einlagert. Diese Blätter sind daher nicht nur dickfleischig, sondern besitzen als zusätzlichen Schutz eine zähe, ledrige Haut. Sie sind länglich, dickfleischig, hellgrün gefleckt und wachsen in den meisten Sansevieria Arten als Rosette. Dieses Wachstum geht allerdings nur sehr langsam vonstatten. Erreicht der Bogenhanf seine vollständige Wuchshöhe, dann kann er imposante 1,5 Meter erreichen. Bis zu solch einer Höhe vergehen mitunter Jahre.

Unter der Erde wächst die Schwiegermutterzunge als Rhizom, das seinerseits zur Speicherung von Nährstoffen und zur vegetativen Vermehrung dient. Die Wurzeln der Pflanze sind so stark, dass sie dafür bekannt ist, schon einmal ihren eigenen Topf zu sprengen.

Hat der Bogenhanf ein gewisses Alter erreicht und fühlt sich überdies wohl, dann bildet er im Frühjahr seine Blütenstände aus. Diese zeigen sich als wohlriechende Rispen, an denen je nach Sorte weiße, rosafarbene, hellgelbe oder hellgrüne Blüten sitzen. Dabei ist jeder Trieb im Laufe seines Lebens nur ein einziges Mal imstande zu blühen.

Herkunft und Arten

Ursprünglich ist der Bogenhanf in den Tropen und Subtropen Südasiens und Afrikas zu Hause. In Gegenden mit ähnlichem Klima, wie beispielsweise Florida und Mittelamerika sowie Südeuropa gedeiht er daher problemlos im Garten. An manchen Orten verwildert er sogar außerhalb seiner ursprünglichen Verbreitung. Die mitteleuropäischen Winter sind hingegen für den Bogenhanf zu kalt, sodass er sich hierzulande als Zimmerpflanze bewährt hat.

Ihren wissenschaftlichen Gattungsnamen bekam die Pflanze von dem italienischen Adeligen Pietro Antonio Sanseverino. In seinem Garten in Neapel beschrieb der Botaniker Vincenzo Petagna Ende des 18. Jahrhunderts erstmals wissenschaftlich die Sansevieria.

Die Sansevieria gehört zu den Spargelgewächsen. In derselben Familie finden sich neben dem namensgebenden Spargel unter anderem Agaven, Hyazinthen und mit dem Drachenbaum eine weitere beliebte Zimmerpflanze. Dracaena und Sansevieria sind sogar besonders eng miteinander verwandt.

Eine genaue Artanzahl ist immer schwer zu geben, da häufig neue Arten entdeckt oder auch zusammengelegt werden. Ebenso kommt es bei einer so alten Kulturpflanze wie dem Bogenhanf häufig zu vielen verschiedenen Zuchtsorten, die auch als eigene Arten gehandelt werden. Es ist aber davon auszugehen, dass die Gattung Sansevieria aus über 60 verschiedenen Arten besteht.

Zweifelsohne die wichtigste Art ist die Sansevieria trifasciata, von der viele verschiedene Zuchtformen in allen möglichen Farben und Formen existieren. Die wichtigsten Sorten sind Laurentii, mit ihren über einen Meter hohen Blättern und den goldgelben Streifen, sowie Hahnii, die mit 20 cm vergleichsweise klein bleibt und oft auch in attraktiver Panaschierung erhältlich ist.

Sansevieria cylindrica ist eine andere beliebte Art des Bogenhanfs. Sie wächst in hohen, zylindrischen Blättern mit hellgrüner Färbung. Sansevieria hyacinthoides ist ein mittelgroßer Bogenhanf mit dunkelgrünen Querbändern, der in lockeren Rosetten wächst.

Der Bogenhanf als Nutzpflanze

Die Sansevieria trägt ihren deutschen Namen Bogenhanf nicht umsonst. Einige Arten beinhalten besonders kräftige Blattfasern, die in ihren Ursprungsgebieten zu Seilen, Fäden, Kleidung und Bogensehnen verarbeitet werden. Ein anderer umgangssprachlicher Name für die Gattung ist daher auch Afrikanischer Sisal. Besonders in den USA wurden Hybriden mit besserer Faserqualität gezüchtet. Mit dem Aufstieg von Kunstfasern verlor der Bogenhanf als Faserpflanze an Bedeutung.

In der traditionellen Medizin finden Blattsäfte, Blätter und das zermahlene Rhizom des Bogenhanfs Anwendung. Manche Arten haben stark antiseptische Wirkung und werden daher in Verbänden oder bei Geschwüren und Warzen eingesetzt.

Wie der Bogenhanf die Luftqualität verbessert

Durch die Aufnahme von Giftstoffen verbessern zahlreiche Sansevieria Arten die Atemluft. Dies trifft vor allem auf Sansevieria trifasciata laurentii zu. Diese Sorte ist imstande, Benzol, Trichloräthylen, Xylol und Toluol aus der Raumluft zu filtern. Anders als andere Pflanzen kann der Bogenhanf überdies selbst im Dunkeln Sauerstoff abgeben, weswegen er als ideale Schlafzimmerpflanze gilt.

Inhaltsstoffe und Giftigkeit

Der Bogenhanf enthält Saponine, die sowohl für Menschen, als auch für Tiere giftig sind. Die üblichen Vergiftungserscheinungen sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Krämpfe. In besonders schweren Vergiftungsfällen kann der Giftstoff sogar das Blut zersetzen.

Vorsicht ist vor allem bei kleinen Haustieren und Kindern geboten. Bei sehr kleinen Tieren wie Mäusen oder Ratten endet die Begegnung mit Bogenhanf meist tödlich. Für Meerschweinchen, Kaninchen, Hunde, Katzen und kleine Kinder ist der Verzehr von Teilen der Sansevieria zwar nicht tödlich, aber dennoch kritisch, weswegen sie möglichst von der Pflanze ferngehalten werden sollten. Bei einem gesunden Erwachsenen zeigt der Verzehr von Bogenhanf vor allem seine unangenehme Wirkung. Mit ernsthaften Folgen ist aber nicht zu rechnen.

Der richtige Standort und die optimale Temperatur

Die Sansevieria kommt ursprünglich aus subtropischen Wüstengebieten. Dieser Umstand ist auch bei der Platzierung in Wohnräumen zu beachten. Wie in ihrer natürlichen Umgebung bevorzugt die Pflanze auch in Räumen einen hellen und warmen Standort und liebt eine hohe Luftfeuchtigkeit. Besonders Badezimmer eignen sich daher für die Sansevieria.

Gleichzeitig ist der Bogenhanf aber eine genügsame Pflanze, die auch an kühlen, trockenen und schattigen Standorten gedeiht. Weichen diese Parameter vom Optimum ab, zeigt sie dies vor allem mit langsamerem Wachstum. Bunte Zuchtformen entwickeln an einem sonnigen Standort hingegen ihre schönsten Farben. Generell kann gesagt werden: Je heller eine Sansevieria, umso mehr Sonnenlicht benötigt sie. Bei nicht ausreichendem Licht reagiert die Pflanze mit dünnen Blättern, die zum Umknicken neigen. In solch einem Fall muss der Topf schleunigst an einen helleren Standort versetzt werden. Auch der Kauf einer Pflanzenlampe kann sich für die lichtliebende Sansevieria auszahlen.

Im Sommer eignet sich der Bogenhanf für einen Umzug auf den Balkon, in den Garten oder auf die Terrasse. Der Topf sollte aber nicht sofort in die pralle Sonne gestellt werden, damit sich die Pflanze langsam an die geänderten Lichtverhältnisse gewöhnen kann, und um Verbrennungen an den Blättern zu vermeiden. Zu starke Temperaturschwankungen und Temperaturen von unter 10 Grad Celsius behagen dem Bogenhanf überhaupt nicht, weswegen er an einem kühlen Regentag wieder in die Wohnräume umziehen sollte.

Das richtige Substrat für die Sansevieria

Da der Bogenhanf ähnliche Ansprüche wie Kakteen stellt, fühlt er sich auch in Kakteenerde entsprechend wohl. Dann ist er mit allen notwendigen Mineral- und Nährstoffen versorgt.

Eher ist aber zu einer Mischung anzuraten. Die Sansevieria gedeiht am besten in luftdurchlässigem Substrat. Das ist wichtig, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann, da das Rhizom des Bogenhanfs keine Staunässe verträgt. Die Kakteenerde sollte also mit verschiedenen anderen Substraten wie Sand, Kies, Blähton, Bimskies oder Tongranulat vermischt werden. Eine Beigabe von Kompost wird in der Regel gut vertragen. Auch die Pflege in Hydrokultur bietet sich beim Bogenhanf an.

Bewährt haben sich vor allem drei Mischungen:

  • Bimskies und Tongranulat im Verhältnis 1:1
  • torffreie Gemüseerde und Sand im Verhältnis 1:1
  • Zur Hälfte Blumenerde und je zu einem Viertel Sand und Tongranulat

Das richtige Gießen – weniger ist mehr

Der Bogenhanf ist in seinen Pflegeansprüchen mit Kakteen vergleichbar. Als Sukkulente ist er gut an Trockenheit angepasst, denn er speichert Wasser in seinen dickfleischigen Blättern. Was er hingegen nicht gut verträgt ist Staunässe, denn diese lässt schnell Wurzeln oder das Rhizom faulen.

Die Sansevieria sollte auch als Zimmerpflanze nur selten und sparsam gegossen werden. Erst wenn das Substrat an der Oberfläche und bis in eine Tiefe von einen Zentimeter getrocknet ist, sollte neues Wasser nachgegossen werden. Dabei darf kein überschüssiges Wasser im Untersetzer stehen bleiben.

Der Bogenhanf hat auch während des Wachstums oder der Blütezeit keinen erhöhten Wasserbedarf. Im Gegenteil nimmt er dann von anhaltender Staunässe besonders viel Schaden. Wird hingegen über längere Zeit auf das Gießen vergessen, gaukelt man dem Bogenhanf eine Trockenperiode vor, mit der er erstaunlich gut umgehen kann.

Noch weniger Wasser benötigt die Sansevieria im Winter. In der dunklen und kühlen Jahreszeit nimmt sich die Pflanze eine Auszeit, wächst langsamer oder ruht gänzlich. Zusätzlich geht nicht so viel Wasser durch Verdunstung verloren wie in den heißen Sommermonaten. Dementsprechend größer müssen auch die Gießintervalle werden.

Letztendlich spielen auch Größe und Sorte der Pflanze, Standort und Temperatur eine wichtige Rolle, weswegen keine pauschalen Zahlen zu Intervall oder Wassermenge genannt werden können. Ein Besprühen der Blätter ist nicht notwendig und führt höchstens zu Fäulnis an den oberirdischen Pflanzenteilen.

Die richtige Düngung

Wie beim Gießen sollte man für den Bogenhanf auch beim Düngen sparsam vorgehen. Durch die ähnlichen Ansprüche wie Kakteen bietet sich auch bei der Düngung ein ähnliches Vorgehen an. Am besten eignet sich dem Gießwasser beigemischter Kakteendünger, wobei die Dosierung lieber niedriger als vom Hersteller angegeben ausfallen sollte. In der Regel reicht für den Bogenhanf schon die Hälfte der für Kakteen idealen Dosierung.

Bei übermäßiger Düngung geht die Sansevieria leicht ein, während sie an karge Zeiten erstaunlich gut angepasst ist. Daher sollte im Zweifelsfall lieber mit der nächsten Düngung zugewartet werden. Neu gekaufte oder neu umgetopfte Sansevierien brauchen im ersten Jahr ohnehin keinen Dünger. Der Züchter versorgt die Pflanzen in der Aufzucht mit ausreichend Nährstoffen. Und auch in Fertigsubstraten ist bereits Dünger enthalten, weswegen für das erste Jahr reines Wasser genügt.

Danach sollte zu Flüssigdünger oder Stäbchen gegriffen werden und auch dann nur in der wärmeren Wachstumsphase von April bis September. Der Dünger wird alle vier bis acht Wochen dem Gießwasser beigefügt. Was sich bei allen Zimmerpflanzen bei entsprechender Verfügbarkeit anbietet ist eine rein natürliche Düngung durch Gießen mit Aquarium- oder Teichwasser.

Wenn der Bogenhanf einen größeren Topf benötigt

Zwar wachsen Sansevierien langsam, dennoch können manche Arten Blattlängen von über einem Meter erreichen und sind sogar bekannt dafür, bei zu wenig Platz den Topf zu sprengen. Schon vor der Anschaffung sollte also über die Endgröße nachgedacht werden. In Büroräumlichkeiten finden zumeist die großen Sorten Platz, während man sich in Wohn- und Schlafzimmer eher für kleinwüchsige Sorten entscheidet. Wird der Bogenhanf dennoch einmal zu groß, bitte niemals zur Schere greifen. Die Schnittkanten verfärben sich und die Blätter wachsen unförmig weiter. Wenn überhaupt, sollten störende Blätter nur knapp oberhalb des Rhizoms entfernt werden.

Durch den langsamen Wuchs muss der Bogenhanf nur alle paar Jahre umgetopft werden. Wenn sich die Wurzeln gut sichtbar oben aus dem Substrat drücken, ist es allerhöchste Zeit. Auch ein Umkippen der Blätter deutet auf ein benötigtes Umtopfen hin, denn das Rhizom gibt den oberirdischen Pflanzenteilen dann nicht mehr genügend Halt. Der März bietet sich für das Umtopfen am besten an, denn der Bogenhanf kommt dann gerade aus seiner Ruhephase. Im neuen Topf kann er dann wieder zu Leben erwachen und voll durchstarten.

Die richtige Überwinterung

Die Temperatur darf für den Bogenhanf niemals unter 10 Grad Celsius fallen und sollte auch im Winter dauerhaft bei mindestens 15 Grad Celsius liegen. Daher kann der Bogenhanf in Mitteleuropa nicht im Freien überwintern.

Wichtig bei der Überwinterung im Topf ist, dass zwischen September und April gänzlich auf Düngung verzichtet wird. Auch das Gießen darf nun nur noch sparsamer und in noch kleineren Mengen erfolgen.

Schädlinge und Krankheiten befallen die Sansevieria nur selten

Eine krankhafte Veränderung an den Blättern des Bogenhanfs ist meist ein Hinweis auf Pflegefehler. Braune Stellen zeigen zu wenige Wasser an. Viel häufiger tritt aber Überdüngung und Staunässe auf. Diese äußert sich bei der Sansevieria durch gelbe und schlaffe Blätter.

Generell ist der Bogenhanf sehr robust und wird nur äußerst selten von Schädlingen befallen. Sollte er doch einmal Schädlinge auf den Blättern aufweisen, dann lassen sich diese leicht mit Hilfe von Seifenlauge abwaschen. Ein Pilzbefall äußert sich durch feuchte Punkte auf den Blättern und kann bei allen Zimmerpflanzen hin und wieder vorkommen. Ist der Bogenhanf aber von bakterieller Weichfäule betroffen, dann wird das Blattgewebe schwammig und verliert an Konsistenz. Eine derart befallene Pflanze ist leider oft nicht mehr zu retten.

Wie immer in der Pflanzenpflege ist natürlich auch beim Bogenhanf auf Sauberkeit und Hygiene zu achten, um Krankheiten nicht durch unsaubere Schneidewerkzeuge oder wieder verwendete Töpfe zu verbreiten.

Die Vermehrung durch Blattsteckling

Wie jede Blütenpflanze lässt sich natürlich auch der Bogenhanf sexuell, also mittels Samen, vermehren. Noch schneller und einfach geht es aber vegetativ, das heißt mit Blattsteckligen.

Dazu wird ein Blatt der Mutterpflanze mit einem sterilen Messer knapp über dem Boden abgetrennt. Bei dünnblättrigen Arten wird das gesamte Blatt verwendet, bei jenen mit großen Blättern, kann dieses noch in mehrere Stecklinge geteilt werden.

Die Schnittstelle wird mit einem Pulver bedeckt, das ein Hormon enthält, um die Wurzelbildung anzuregen. Dieser Steckling wird nun in einem neuen Topf ein paar Zentimeter tief ins Substrat gesteckt. Bei Blättern, die in mehrere Teile geschnitten wurden, ist bei diesem Schritt unbedingt auf die ursprüngliche Wuchsrichtung zu achten, sonst bilden die Stecklinge keine Wurzeln aus.

In der ersten Zeit sollte das Substrat feucht gehalten werden, aber niemals nass sein. Sobald sich der erste Ableger an der Oberfläche zeigt, kann das Stecklings-Blatt entfernt werden.

Zum Anwachsen eignet sich ein warmer, heller Standort bei Temperaturen von über 20 Grad Celsius, besser noch ab 25 Grad Celsius. Geduld ist überdies gefragt. Es können nämlich Monate vergehen, bis sich die ersten Triebe zeigen.

Wichtig zu beachten ist, dass die auf diesen Weg vermehrten Ableger der Wildform gleichen und ihre gezüchteten hellen Ränder oder Panaschierungen verlieren.

Vermehrung durch Teilung und Ausläufer

Die Vermehrung durch Trennung setzt ein bisschen mehr Vorbereitung voraus als die Vermehrung durch Blattstecklinge. Dazu muss nämlich die gesamte Pflanze aus dem Substrat geholt und grob von Erde befreit werden. Mit einem großen, sterilen Messer wird die gesamte Pflanze von oben inklusive der Wurzeln in der Mitte geteilt. Idealerweise verbindet man diese Teilung gleich mit dem Umtopfen im Frühjahr.

Genauso gut können aber auch bereits vorhandene Seitentriebe von der Mutterpflanze abgetrennt werden oder Tochterrosetten, die sich an Ablegern und Ausläufern gebildet haben. Diese Tochterrosetten sollten vor dem Abtrennen bereits Blätter von mindestens 5 cm Länge und die ersten Wurzelspitzen aufweisen.

Danach erhält jede Pflanze ihren eigenen Topf. Schon jetzt sollte ein ausreichend großer, schwerer Topf gewählt werden, um ein Umkippen nach dem Anwachsen zu verhindern.

Anzucht im Sprossenturm

Der Sprossenturm ist eigentlich ein Keimgerät für die Anzucht von Kresse oder anderen essbaren Sprossen. Er wird aber auch gerne für die Stecklinge diverser Zimmerpflanzen wir Begonien oder Usambaraveilchen eingesetzt.

Auch beim Bogenhanf hat sich der Einsatz eines Sprossenturms für die Anzucht von Blattstecklingen bewährt. Dazu werden sie sofort nach dem Schnitt in die Schale gelegt. Die weitere Vorgehensweise unterscheidet sich aber ein wenig von Keimsprossen. Während diese mehrmals täglich gespült werden, dürfen die Blattstecklinge der Sansevieria nur jeden zweiten bis vierten Tag gewässert werden. Auch die Stecklinge reagieren bereits empfindlich auf Staunässe.

Anzucht im Wasserglas

Die Anzucht im Wasserglas ist für die Sansevieria nicht ideal und sollte höchstens als Experiment angesehen werden. Die Ausbeute ist nicht sonderlich ergiebig. Da der Bogenhanf generell nicht gut auf Staunässe und zu viel Wasser reagiert, neigen Blattstecklinge im Wasserglas dazu, bereits nach einigen Tagen zu faulen.